Zahngold direkt zu Schmuck verarbeiten lassen

Manch einer möchte sein Zahngold gar nicht verkaufen, sondern sich daraus ein unvergessliches Souvenir anfertigen lassen. Die Rede ist von Schmuck aus Zahngold. Im Grunde unterscheidet sich dieser Schmuck nicht von anderen Schmuckstücken, die Sie beim Juwelier kaufen können, doch die Gewissheit, dass es sich bei dem Ausgangsmaterial um Ihren eigenen Schmuck handelt, ist schon etwas ganz Besonderes!

Worauf Sie achten müssen und welche Vor- und Nachteile die Verarbeitung von Zahngold direkt zu Schmuck aufweist, das erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Wer bietet an, Zahngold direkt zu Schmuck zu verarbeiten?

Bei einer Scheideanstalt oder einem gewöhnlichen Goldankäufer können Sie in der Regel Ihr Zahngold nicht direkt zu Schmuck verarbeiten lassen. Grund: Diese Institutionen sind ausschließlich auf den Handel mit Gold und das Einschmelzen (Scheideanstalten) spezialisiert. Sie sind also keine Hersteller von Schmuckstücken. Viel mehr verkaufen Sie das Gold naturbelassen oder eingeschmolzen und in Form von Barren weiter, um damit ihren Gewinn zu erwirtschaften.

Wesentlich besser ist es da, direkt zu einem Juwelier seines Vertrauens zu gehen und dort das Zahngold schätzen zu lassen. Sie können im Anschluss direkt mit dem Juwelier absprechen, wie Ihr Traum-Schmuckstück gestaltet sein soll. Er wird außerdem darüber Auskunft geben, was mit der Menge an Gold, die sich aus dem Zahnersatz herauslösen lässt, überhaupt möglich ist. Schließlich lässt sich aus einem Goldzahn kein komplettes Armband oder gar eine Kette fertigen. In diesem Fall müssen Sie sich entweder mit einem kleineren Schmuckstück begnügen oder Sie zahlen entsprechend zu, um eine größere Menge an Gold verarbeitet zu bekommen.

Kann jedes Zahngold zu Schmuck verarbeitet werden?

Da Zahngold aus vielen unterschiedlichen Legierungen bestehen kann, kann nicht aus jeder Form dieses Goldes passender Schmuck hergestellt werden. Manche Legierungsform ist dafür zu weich oder schlichtweg kaum als Gold zu erkennen, wie es beispielsweise beim weißen Zahngold der Fall ist. Besser eignet sich dafür das klassische gelbe Zahngold, welches einen Anteil von bis zu 80 % an purem Gold enthält. Dieses Ausgangsmaterial ist hart genug, um daraus Schmuckstücke herstellen zu können.

Vorsicht vor Preisfallen!

Wer sein Zahngold direkt zum Juwelier bringt, um daraus ein Schmuckstück erstellen zu lassen, muss den dafür genannten Preis akzeptieren. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass der Juwelier einen im Vergleich zur Scheideanstalt günstigeren Preis macht. Im Gegenteil: Manchmal lohnt es sich, das Gold zunächst von der Scheideanstalt herauslösen zu und sich dann aushändigen zu lassen, bevor man es zum Juwelier bringt.

Fazit

Es ist schon eine tolle Sache, sein eigenes Zahngold direkt zu einem Schmuckstück verarbeiten zu lassen. Allerdings gibt es hier einiges zu beachten. Nicht jede Legierung eignet sich dafür gleichermaßen gut, manche gar nicht. Außerdem kann es günstiger sein, das Zahngold zunächst von der Scheideanstalt einschmelzen zu lassen und es erst dann zu einem Juwelier seines Vertrauens zu bringen. Hier tut ein Vergleich also Not!

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